Zwei Marken, eine Haltung: Wie Gina ihre Positionierung gefunden hat
Fashion-Profi, Trailrunnerin, angehende Yogalehrerin. Am Apéro klang das bei Gina lange wie eine Aufzählung:

«Ich komme aus der Premium-Fashion- und Textilbranche, habe Produkt- und Kollektionsentwicklung gemacht, arbeite im Styling und Marketing … und daneben baue ich gerade noch etwas Eigenes im Bereich Outdoor, Bewegung und Yoga auf.»
Falsch war daran nichts. Aber die Antwort zählte auf, statt zu erzählen. Was ihre Tätigkeiten verbindet, blieb offen.
Zwei Welten, keine Geschichte
Ginas Basis ist breit: ausgebildete Damenbekleidungsgestalterin, Studium in Textile Business Management, viele Jahre in Produkt- und Kollektionsentwicklung, Styling, Beratung, Marketing und Events. Daneben gab es immer eine zweite Welt: Berge, Running, Yoga, Skydiving.
Style und Motion. Zwei starke Seiten – aber noch kein klares Bild davon, wie sie in eine eigene berufliche Zukunft passen. Und das alles neben einem 100-Prozent-Pensum.
Der Versuch, alles in eine Marke zu pressen
Am Anfang wollte Gina zeigen, dass sie Fashion, Styling, Sport, Outdoor, Bewegung und Marketing miteinander verbindet. Das Resultat: komplizierter statt klarer.
In einem der Coachings fiel dann die Frage, die hängen blieb:
«Was ist genau der Benefit – und wieso sollte jemand g.-MOTION folgen oder sich dafür interessieren?»
Unbequem. Und genau die richtige Frage.

Nur lässt sich diese Frage nicht in einem Satz, in einer Minute, klar und für alle verständlich beantworten. Genau das war das Problem, und genau dort begann die eigentliche Arbeit. Knochenarbeit sozusagen. Aber irgendwann ging es auf und die Arbeit hatte sich gelohnt. Es entstand eine Kernaussage, eine Botschaft, ein Satz.
Der Moment, in dem es stimmte
Auf die Frage, wann der Satz plötzlich gestimmt hat, antwortet Gina ohne Zögern:
«Als ich aufgehört habe, aus allem eine einzige Marke machen zu wollen.»
Die Kunst ist nicht, mehr zu tun, sondern zu reduzieren und zu entscheiden, ob es eine Marke, verschiedene Marken oder Submarken sind. Seither gibt es zwei:
GINA-MARIA – Your Style is Your Power.
Die Welt für Style, Fashion und persönliche Präsenz.
g.-MOTION – in motion. in nature. in balance.
Die Welt für Bewegung, Natur, Outdoor, Yoga und Running.
Beide dürfen eigenständig sein. Was sie verbindet, ist Ginas Haltung: Menschen stärken und ihnen neue Perspektiven geben. Oder in ihren Worten: Empowering you – through style & motion.

Dass der Satz englisch ist, hat sie bewusst entschieden. Englisch lasse mehr Raum dafür, was Empowerment für die jeweilige Person bedeutet. Gina will niemandem einen Stil oder ein Leben vorgeben.
Sichtbar werden, auch wenn noch nicht alles perfekt ist
Aufgehört hätte Gina nie. Aber verschoben hat sie oft. Die grösste Hürde war der Gedanke, erst sichtbar werden zu dürfen, wenn alles fertig ist. Bei g.-MOTION gab es so viele Ideen – Outdoor Yoga, Running, Hikes, Retreats, Workshops, Community –, dass «fertig» nie in Sicht kam.
«Die Marke darf entstehen, während ich sie aufbaue. Es ist alles work-in-progress.»
Mit den Coaches von Just Do Ad hat Gina zuerst die Grundlagen gebaut: den Namen g.-MOTION, den Claim, die visuelle Identität und die drei inhaltlichen Säulen In Motion, In Nature und In Balance. Danach folgten der Instagram-Auftritt, die Landing-Page und im September 2026 die LinkedIn-Unternehmensseite.

Und es zeigt Wirkung. Persönliche Geschichten über Bewegung, Running und Natur bekommen teilweise deutlich mehr Resonanz als klassische Fashion-Themen. Ihr LinkedIn-Post zum Verbier Ultra, ihrem ersten Trail-Marathon, erreichte über 2'000 Impressions – mehr als manche ihrer Fashion-Inhalte. Für Gina ein Zeichen, dass diese Seite kein Hobby ist, sondern ein Teil ihrer Identität.
Offen ist noch das konkrete Angebot. Die Frage lautet für Gina nicht mehr, was sie anbieten könnte, sondern was g.-MOTION wirklich anbieten soll – und was später wachsen darf. Im November absolviert sie ihr Yoga Teacher Training in Chamonix. Auch das wird die Richtung schärfen. Bestimmen wird das Angebot von g.-MOTION aber am Ende die Nachfrage der Zielgruppe.

So lief es mit Just Do Ad
Gina hat zwei Pakete mit Coaching gebucht: eines für das Konzept – Briefing, Idee und Visual Storytelling – und eines für die Visualisierung, also die sichtbare Umsetzung der Marke.
Gelernt wird online in kurzen Video-Sequenzen. Nach jeder Sequenz gibt es eine Aufgabe, die direkt am eigenen Projekt umgesetzt und eingereicht wird. Darauf folgt Feedback. Ist ein Etappenziel erreicht, kommt ein 1:1-Coaching dazu, das sich flexibel buchen lässt. So entsteht die Marke Schritt für Schritt, statt im stillen Kämmerchen.

Gerade wenn man mehrere Jobs hat und die Zeit weise einsetzen muss, sein Vorhaben aber unbedingt angehen will, ist dies der richtige Weg. Mit viel Flexibilität, zeit- und ortsunabhängigem Lernen und gezieltem Coaching von Profis nach Bedarf. Statt einen ganzen Tag in einem Workshop zu sitzen, arbeitet man in kleinen Schritten direkt am eigenen Projekt.
«Die 1:1 Online-Coachings haben mir sehr geholfen, das Erarbeitete dann auch konkret umzusetzen, und mich motiviert.»
Und zum Budget:
«Eine Agentur wäre für mich zu teuer gewesen. Ein professionelles Shooting habe ich mir trotzdem gegönnt – investieren muss man ja schon. Aber so hatte ich das Budget im Griff und bin trotzdem vorangekommen.»

Braucht es dafür noch Coaches? KI könnte dies doch auch?
Gina nutzt KI – zum Sortieren von Gedanken, zum Formulieren, zum Durchspielen von Positionierungen. Aber:
«KI kann ein sehr gutes Werkzeug sein. Aber der eigentliche Prozess bleibt persönlich.»
Ein Coach hält einen Spiegel hin, stellt Fragen, zeigt Widersprüche auf und holt einen aus der Komfortzone. Gerade bei den Entscheidungen zu Claim, Farbe und Logo war der Austausch für Gina eine grosse Hilfe und hat ihr Vorhaben gezielt vorangebracht. Und noch etwas anderes:
«Allein mit KI wäre ich wohl auch weitergekommen. Aber dass mich ein Profi ermutigt hat, den nächsten Schritt zu wagen und live zu gehen, hat eine ganz andere Wirkung gehabt.»
Ginas Tipp für die nächste Stunde
Nicht sofort den perfekten Claim schreiben wollen. Stattdessen ein Blatt nehmen und zwei Listen machen:
WHO AM I? – Was kann ich?
WHAT MOVES ME? – Was bewegt mich wirklich?
Dann schauen, wo sich die beiden Listen überschneiden. Bei Gina lag genau dort der Schlüssel: Style als berufliche Kompetenz, Motion als persönliche Leidenschaft – und daraus wurde eine gemeinsame Sprache.
Genau diese Arbeit steht im Kurs "Briefing" am Anfang. Sie klingt einfach, ist aber Knochenarbeit – und die Grundlage für alles, was danach kommt.
Und rückblickend? Gina würde früher akzeptieren, dass alles ein Prozess ist. Dass nicht alles gleichzeitig fertig sein muss. Und dass man mit dem Flow gehen darf.
g.-MOTION – in motion. in nature. in balance.
www.g-motionyoga.com · Instagram @_g_motion
GINA-MARIA – Your Style is Your Power.
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